rz-Logo

107. Zwickauer Montagsdemo am 06.11.2006

Klaus Wallmann sen. || Datum: 07.11.2006

107. Zwickauer Montagsdemo am 06.11.2006

Zehn Menschen demonstrierten gestern erneut gegen die volksfeindliche Politik der Merkel-Müntefering-Regierung, und wieder verfolgten ca. 15 bis 20 Zuhörer deren Diskussionsbeiträge.

Die erste Rednerin beschäftigte sich mit der sogenannten Gesundheits"reform" und machte dabei deutlich, daß sie auf Kosten der Versicherten und im Interesse der Monopole durchgesetzt wird. An zahlreichen Beispielen belegte sie den unsozialen Charakter auch dieser "Reform", von der vor allem Ältere, chronisch Kranke und sozial Schwache am heftigsten getroffen werden. "Weil nicht der Mensch im Mittelpunkt steht", so die Rednerin, "sondern der Profit." Wer Geld hat kann sich Kranksein leisten, wer arm ist muß eher sterben. "Aber ein Glück, daß wir jetzt auch eine gesetzliche ambulante Sterbebegleitung beantragen dürfen. Für mich ist das blanker Hohn. Wenn wir diese Welt verlassen müssen, ist auf einmal wieder Geld da."

Ein weiterer Beitrag beschäftigte sich mit den jüngsten "Modellprojekten" der "christlichen" Frau von der Leyen, die sie als "Frühwarnsysteme" gegen die Vernachlässigung von Kindern verkaufte. Gerademal 2,7 Millionen Euro ist dieses Feigenblatt schwarz-roter Familienpolitik der Ministerin wert, wogegen an den geplanten Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe festgehalten wird. So findet in Thüringen gerade eine sogenannte "familienpolitische Offensive" der Regierung Althaus (CDU) statt, die bezeichnenderweise einhergeht mit der Streichung von 40 Millionen Euro für familien- und jugendpolitische Maßnahmen. "Ein seltsames Verständnis von einer 'familienpolitische Offensive'", so der Redner, "die der ebenso christliche Herr Althaus da an den Tag legt". Diese politischen Reaktionen auf die öffentliche Kritik an den katastrophalen Umständen, die wesentlich für den grausamen Tod des kleinen Kevin in Bremen verantwortlich sind, beweisen wieder einmal, daß die bürgerlichen "Volksvertreter" die gesellschaftlichen Ursachen nicht erkennen, und erst recht nicht beseitigen wollen.

Symbolische Grüße sandten alle Demo-Teilnehmer an die um 18 Uhr in Glauchau beginnende 2. Montagsdemo, und noch einmal wurde auf die am 20.11. stattfindende Montagsdemo in Stollberg hingewiesen.

Frau Merkel und ihre Mannen setzen die Schrödersche "Reformpolitik" fort. Von der "Politik der kleinen Schritte" sind sie zur "Politik der großen Grausamkeiten" übergegangen. Betroffen werden in naher Zukunft auch viele sein, die (noch) keinen ALG-II-Antrag ausfüllen müssen. Deshalb: gehen auch Sie zur Montagsdemo! Gegen eine volksfeindliche Regierung hilft nur der Widerstand der Regierten. Hartz IV muß weg!

Klaus Wallmann sen.

Zurück Ihre Meinung ist gefragt. Zum Anfang