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94. Zwickauer Montagsdemo am 07.08.2006

Klaus Wallmann sen. || Datum: 08.08.2006

94. Zwickauer Montagsdemo am 07.08.2006

Zum 94. Mal trafen sich die Zwickauer Montagsdemonstranten zum Protest gegen die volksfeindliche Politik einer Regierung, die inzwischen offen zugibt, von einer "Profil"neurose befallen zu sein. Angesichts der erneuten Verschärfung der Gesetze gegen die Arbeitslosen am 1. August - da waren sich alle 8 Teilnehmer der Demo einig - ist das "Profil" der sogenannten "Volksparteien" inzwischen aber auch für Blinde überdeutlich. Es ist das Profil von Politikern, die vom Kapital bezahlt werden, um eine Politik zu dessen Gunsten auf dem Rücken der breiten Masse der Bevölkerung zu betreiben.

Das wird auch außenpolitisch sichtbar, so ein Teilnehmer der Demo. Kein einziges menschliches Wort haben Merkel und Steinmeier bisher zu den täglichen israelischen Massakern über ihre Lippen gebracht. Die jüngste Resolution des UN-Sicherheitsrats folgt der "Argumentation" des US-Imperialismus, und stellt die israelische Aggression unter den Schutzschild der UNO. Das macht den scheindemokratischen Charakter dieser Institution ebenso deutlich, wie ihren Charakter als Instrument imperialistischer Machtpolitik. Der Demonstrant berichtete über die weltweiten Proteste am Wochenende, die selbst in Israel ständig zunehmen. "Perez, Perez, wiewiele Kinder hast du heute ermordet", so riefen Demonstranten in Tel Aviv.

Die gleiche Menschenverachtung kommt im "Profil" der Müllers, Pofallas, Söders und wie sie alle heißen zum Ausdruck. Es ist das Profil von Leuten, die zwar gern christliche Werte im Mund führen, in Wahrheit jedoch nur den Werten des Kapitals das Wort reden.
Deshalb verlas der Sprecher des Aktionsbündnissen zum Schluß der Demo noch einmal den Aufruf zum Sternmarsch am 16. September in Berlin und erklärte den Zuhörern die organisatorischen Modalitäten. Er rief alle zur Teilnahme auf, denn je mehr Menschen der schwarz-roten Koalition die "rote Karte" zeigen würden, desto größer würde der Druck auf die Herrschenden. "Nur wer kämpft kann gewinnen!"

Frau Merkel und ihre Mannen setzen die Schrödersche "Reformpolitik" fort. Von der "Politik der kleinen Schritte" sind sie zur "Politik der großen Grausamkeiten" übergegangen. Betroffen werden in naher Zukunft auch viele sein, die (noch) keinen ALG-II-Antrag ausfüllen müssen. Deshalb: gehen auch Sie zur Montagsdemo! Gegen eine volksfeindliche Regierung hilft nur der Widerstand der Regierten. Hartz IV muß weg!

Klaus Wallmann sen.

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