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88. Zwickauer Montagsdemo am 26.06.2006

Klaus Wallmann sen. || Datum: 27.06.2006

88. Zwickauer Montagsdemo am 26.06.2006

Zahlreiche Zuhörer verfolgten gestern die 88. Zwickauer Montagsdemo, bei der 12 aktive Teilnehmer erneut ihren Protest gegen die volksfeindliche Politik der Merkel-Müntefering-Regierung zum Ausdruck brachten.

Der Sprecher des "Aktionsbündnis gegen Agenda 2010 und Sozialkahlschlag Zwickau", das die Montagsdemo in Zwickau seit dem 11.10.2004 (nach dem Rückzug des DGB) organisiert, wies angesichts der vielen Zuhörer noch einmal auf den überparteilichen Charakter des Aktionsbündnisses hin. Es ist weder von Parteien noch von Gewerkschaften abhängig, und finanziert sich lediglich aus Spenden von Leuten, die die Aktivitäten des Bündnisses für berechtigt und notwendig halten. "Jeder hat die Möglichkeit hier am offenen Mikrofon seine Meinung zu sagen", rief er den Zuhörern zu, wobei er natürlich dem Auftreten neofaschistischer Kräfte eine klare Absage erteilte.

Wie notwendig es ist, die Proteste auf der Straße zu verstärken, so ein weiterer Teilnehmer, das beweisen nicht nur die täglichen Horrormeldungen in den Medien über den weiter voranschreitenden Sozialkahlschlag bundesweit, sondern auch die Situation hier vor Ort. Dazu müsse man sich nur das schwarz-verhängte Schumann-Denkmal auf dem Hauptmarkt ansehen, mit dem die Mitarbeiter des Zwickauer Kulturamts gegen das "Spar-Gutachten" der Wibera protestieren. Dazu muß man sich nur die Proteste der Freiwilligen Feuerwehren der Region ansehen, oder die Arbeitslosenzahlen in Zwickau. Es ist unübersehbar, daß die Auswirkungen der "Reformen" in den Kommunen angekommen sind, Auswirkungen, die mehr und mehr Menschen treffen werden. Wer sich dagegen nicht wehrt, der lebt verkehrt.

Ein Teilnehmer hatte ein Zitat aus der aktuellen Ausgabe der "Freien Presse" (Zwickauer Ausgabe, 26.06.06, S.4) mitgebracht, nach dem CSU-Chef Stoiber auf einem kleinen CSU-Parteitag von 7 Millionen Menschen sprach, die inzwischen Arbeitslosengeld II bezögen. Wie kann das sein, fragte der Teilnehmer die Zuhörer. In ein paar Tagen wird uns die Bundesarbeitsagentur wieder verkünden, daß die Arbeitslosenzahl von bisher offiziell 4,8 Millionen erneut gesunken ist. Doch bei "nur" 4,8 Milionen Arbeitslosen - wie kann es da 7 Millionen ALG-II-Bezieher geben? Wie lange wollen wir uns eigentlich noch belügen lassen?

Frau Merkel und ihre Mannen setzen die Schrödersche "Reformpolitik" fort. Sie legen sogar "noch einen Zahn" zu. Betroffen werden in naher Zukunft auch viele sein, die (noch) keinen ALG-II-Antrag ausfüllen müssen. Deshalb: gehen auch Sie zur Montagsdemo! Gegen eine volksfeindliche Regierung hilft nur der Widerstand der Regierten. Hartz IV muß weg!

Klaus Wallmann sen.

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